Lärm- statt Lernort? Probleme im neuen Lesesaal

Leider hat die Lautstärke in der gesamten Bibliothek und insbesondere im neuen Lesesaal sehr zugenommen, so dass oft kein konzentriertes Arbeiten mehr möglich ist. Viele Studierende beschweren sich darüber und fühlen sich gestört.

Wir haben Verständnis dafür, dass Sie gerade in der jetzigen Prüfungsphase in Gruppen arbeiten und lernen und dass dabei ein gewisser Lärmpegel nicht zu vermeiden ist. Gruppenarbeit ist im neuen Lesesaal auch durchaus erwünscht, solange Sie sich in Ihrer Arbeit gegenseitig respektieren und nicht durch lautstarke Unterhaltungen die Konzentration der anderen extrem stören. Der neue Lesesaal soll ein Lern- und Kommunikationsort für alle sein. Dafür ist der gute Wille jedes Einzelnen erforderlich.

Unsere Bitte: Nehmen Sie Rücksicht auf die Interessen anderer und machen Sie sich bewusst, dass die Bibliothek ein Lernort ist.

 

Kategorie: Allgemein  | Tags: ,
Diesen Beitrag abonnieren 

29 Antworten auf Lärm- statt Lernort? Probleme im neuen Lesesaal

  1. Jennifer schreibt:

    Dem kann ich nur zustimmen, wobei die Uni es den Studenten wirklich schwer macht in Gruppen zu arbeiten, da die 3 (!) kleinen Räume im neuen Lesesaaln viel zu wenig sind. Dass man dann stattdessen neben Studenten sitzen muss, die in Ruhe arbeiten wollen, lässt sich gar nicht vermeiden. Durch dieses Problem ist leider noch ein weiteres entstanden: in den Gruppenarbeitsräumen werden nun zunehmend Plätze “reserviert” durch abgelegte Hefte und sonstiges, da Leute hier “in Ruhe” (also für sich alleine) arbeiten wollen und die Gruppen (die sich glücklich schätzen können, überhaupt einen Platz für mehrere Leute gefunden zu haben) sogar bitten, den Raum zu verlassen, da es draußen ja ohnehin lauter sei.
    Ich würde mich freuen, wenn solche zur Vernunft und Rücksicht aufrufenden Mitteilungen auch ausgedruckt in den besagten Räumlichkeiten aufgehängt werden, damit sich jeder nochmal daran erinnern kann (schließlich kann jeder mal im Eifer den Blick für die Anderen verlieren).

    • Susa schreibt:

      Es gibt sehr viele Studenten, die zu zweit oder in Gruppen arbeiten möchten, aber leider gibt es in der Uni viel zu wenig Möglichkeiten dafür. In der Vorlesungszeit sind die meisten Seminarräume belegt; in der vorlesungsfreien Zeit sind die Seminarräume entweder meisten abgeschlossen oder werden teilweise auch bereits genutzt.
      Man verschwendet die meiste Zeit damit, in der Uni herumzulaufen und zu suchen, jedoch vergeblich. Und wenn man einen Raum gefunden hat, wird man von der Putzfrau rausgeschmissen, damit diese den Raum putzen kann und danach abschließt, um für den nächsten Tag sauber zu bleiben (persönlich erlebt).
      In der gesamten Bibliothek gibt es – außer dem neuen Lesesaal – nur einen einzigen Ort, an dem man zu zweit im Flüsterton lernen kann. Sehr schade! Der neue Lesesaal wurde modern und verlockend gestaltet, jedoch sehr unpraktisch. Nur drei Räume für Gruppen. Viel leerer Platz. Sesseln und Hocker, die eher zum Chillen und Abhängen anregen, als zum Lernen. Kein Wunder, dass manche ihre Freistunden gerne dort verbringen oder den Lesesaal als eine Alternative zum Abhängen ansehen, wenn man mal nicht in die Cafete möchte.

      Ich muss leider sagen, dass andere Universitäten es kleverer gemacht haben. Viel mehr Möglichkeiten für zwei Personen oder für Gruppen. Keine abgeschlossenen Räume. Und mehrere Orte, die für die Freistunden geeignet sind, damit man nicht die Bib als solche benutzt.

      Eine Lösung wäre ein weiteres Gebäude zum Lernen für die stetig wachsenden Studentenanzahl. Zum Beispiel wie die O.A.S.E. in Düsseldorf. Stattdessen werden es in Wuppertal immer mehr Büros, Seminarräume werden abgeschlossen, die Lernplätze in der Bib muss man sich erkämpfen, für Gruppen in der Vorlesungszeit gar keine Chance für die Zusammenarbeit. Das Studium macht so keinen Spaß!

  2. Norbert Westhof schreibt:

    Ich bin Lehrer und besuche die Bibliothek häufig, weil ich auch wissenschaftlich arbeite. Die gesamte Bibliothekskultur hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, wie ich meine überwiegend zum Vorteil der Lernenden. Die Missachtung der Interessen Dritter fällt aber auch mir seit wenigen Jahren negativ auf. Ich meine, dass Ihre Intention durch Appelle schlussendlich und nachhaltig nicht umgesetzt werden kann. Sie sollten Lernräume schaffen, welche mündliche Kooperation (Gespräche) erlauben, und die Bibliotheksgrundfläche (Regalräume und Gänge von Regalbereich zu Regalbereich) von jeglichem Gespräch oberhalb des Flüstertons freihalten.

  3. Christopher Schlütz schreibt:

    Dem kann ich ebenfalls nur zustimmen!!!!
    Die Lautstärke ist zum lernen wirklich nicht geeignet…
    Kleiner Tipp: Zum quatschen bieten sich die cafés auf dem Campus viel mehr an,
    sie sind von der Atmosphäre her schöner und es gibt Kaffe 😉
    und als kleine Zusatzanregung: Reservierungen für die “Kapseln”, da sitzen Leute oft nur zum Quatschen drin, und es gibt leute, die da alleine rein gehen und alle anderen verscheuchen, NO GO !!

  4. Dominique Tran schreibt:

    Gerade in der vorlesungsfreien Zeit sind massig Seminarräume frei. Perfekt für Gruppen. Erweitert mal eure Lernorte. Die Uni bietet sehr viele Räume in der vorlesungsfreien Zeit.

    • Jennifer schreibt:

      Der Hinweis stimmt natürlich, ist aber dennoch absolut unhilfreich! In der vorlesungsfreien Zeit besteht generell nicht so ein großes Problem mit der Lautstärke (da einfach nicht so viele Leute da sind). Außerdem ist der Bedarf an Gruppenarbeitsplätzen ja vor allem WÄHREND der Vorlesungszeit besonders hoch, da sich viele für Referate, Präsentationen und Klausurvorbereitungen zusammensetzen wollen. Weil in der Bibliothek nichts frei war, bin ich schon häufiger mit Kommilitonen durch die Flure gelaufen auf der Suche nach freien Räumen. Teilweise (je nach Gebäude) sucht man wirklich lange, findet am Ende doch nichts und verliert unnötig viel Zeit. Es kann ja nicht der Sinn sein, dass Studenten durch die gesamte Uni laufen müssen und nach Möglichkeiten SUCHEN müssen, um mit mehreren Leuten zusammen zu lernen.

  5. Karl schreibt:

    In den vergangenen Jahren war die Atmosphäre oben wesentlich besser und stiller, allerdings wurde nur in den Räumen oder auf den Sitzecken in Gruppen gearbeitet. Heute ist es so, dass auch um die Arbeitstische Gruppen herumsitzen und zusammenarbeiten. Entsprechend ist der Lärmpegel gestiegen. Wie der Artikel sagt: Gruppenarbeit ist erwünscht. Da offensichtlich ein imenser Mangel an Gruppenarbeitsflächen and der Uni existiert, würde ich mich für eine “Ausschließlich Gruppen”-Regelung aussprechen. Um das Thema “Respekt” kommen dann alle Beteiligten dennoch nicht herum.
    Ich persönlich habe mich bereits vor 3 Semestern für einen anderen und absolut ruhigen, aber nicht einengenden Ort in der Bib entschieden.

  6. Felix M schreibt:

    Also ich denke, die Tatsache dass in dem neuen Lesessaal diese Gruppenarbeitskultur entstanden ist, zeigt ja, das so ein Raum dringend notwendig ist.

    Aufgabe der Bibliothek wäre es ja jetzt offiziell zu deklarieren wo geredet werden darf und wo nicht um den ganzem eine klare Grenze zu geben. Dort reicht ja ein großes Hinweisschild, dass z.B. der große runde Saal oben für Gruppenarbeiten vorgesehen ist, der Rest der Bibliothek aber für Stillarbeit…

    Aus den Uni-Bibs in Aachen kenne ich dieses Prinzip der offiziellen Markierung bzgl. Gruppen- und Stillarbeit von Bib-Räumen schon seit Jahren und habe mich in Wuppertal immer gewundert, dass alle Räume Stillarbeitsräume sind…
    Also klares Votum: Den großen Saal oben als Gruppenarbeitsraum deklarieren, den Rest als Stillarbeitsräume

  7. Heike K schreibt:

    Ich finde auch, dass es Gruppenarbeitsräume in der Bibliothek geben sollte – keine Frage. Aber wie der Name schon sagt, sollte sich dann auch daran gehalten werden, dass dort in der Gruppe konzentriert gearbeitet wird, damit (wie auch der obige Artikel konstatiert) die Bibliothek ein LERN-Ort bleibt. Würden die Gruppen dies berücksichtigen, dann gäbe es meiner Meinung nach auch kein Lärmproblem. Dieses entsteht allein dadurch, dass statt konzentrierter Gruppenarbeit private Gespräche geführt werden und so in den Räumen insgesamt eine lärmintensive Café-ähnliche Atmosphäre entsteht. Hierüber hatte ich mich bereits vor einem Jahr bei der Bibliothek beschwert und wurde mit der Aussage abgewiesen, dass der neue Lesesaal eben auch ein Gruppenarbeitsraum sei. Aber Gruppenarbeitsräume sind eben nicht dasselbe wie Gruppenaufenthaltsräume! Hier würde ich mir mehr Eingriff seitens der Bibliothek wünschen!

  8. Michele schreibt:

    “Gruppenarbeitskultur” – was ein Bullshit! Das Problem ist, dass sich oben auf Ebene 10 zu viele respektlose Menschen aufhalten! Es wird mittlerweile sogar locker und bequem TELEFONIERT! Und wenn ich die Gespräche um mich herum mitanhöre, dann sind das so gut wie NIE Fachgespräche – sondern nur Klatsch und Tratsch! Wirklich eines Tages platzt mir noch der Kragen wenn ich mir diesen Mist noch zwei Jahre antun muss. Ich gehe mittlerweile nur noch mit dicken Kopfhörern lernen oder in die anderen Lesesäle.
    Und die Uni Tür nichts dagegen, sie kapituliert regelrecht vor diesem Problem. Dann hätte man sich diesen Neubau auch sparen können, lernen ist da oben absolut unmöglich!

    • Nana schreibt:

      Genau SO siehts aus! Unterschreibe ich sofort!

      Respektlose arrogante Leute, die meinen, SIE könnten sich das oben beschriebene Verhalten und auch alles anere erlauben, besetzen diesen Ort – und machen es Leuten, die ihr Studium ernst nehmen, unmöglich, an diesem schönen Ort in RUHE tatsächlich zu LERNEN und ARBEITEN!!!!

      Da muss mehr Kontrolle und die Durchsetzung der Hausordnung her! Notfalls müssen auch Hausverbote ausgesprochen werden!

      UNTRAGBAR die Situation !!!

  9. Maike schreibt:

    Auch ich finde die Lautstärke in der Bib sehr störend beim Lernen. Nachdem ich meine Kommilitonen mehrfach um Ruhe gebeten habe und darauf nur zickige Antworten bekam, lerne ich nur noch mit Ohropax, um mir den Stress zu ersparen! Insgesamt hat sich das Verhalten der Studenten innerhalb der letzten Jahre sehr verschlechtert! Es wird in der Bib gegessen, telefoniert und laut gequatscht.
    Und auch die permanten Unterhaltungen in Flüsterton nerven. Wozu haben wir mehrer Cafeten, Mensen oder die Kneipe?! Die Bib ist, bis auf der neuen Ebene kein Ort für Gruppenarbeiten!

  10. Auch wir im AStA rufen zu mehr Rücksicht im Lesesaal auf. Gruppenarbeit soll dort zwar weiterhin möglich sein, allerdings in einer für ale Beteiligten angemessenen Lautstärke. Um das Angebot für euch zu erweitern haben wir uns bei der Bibliotheksleitung mit Erfolg für eine Ausdehnung der Öffnungszeiten eingesetzt.

    Nach Rücksprache mit dem Gebäudemanagement weisen wir darauf hin, dass auch die Seminarräume im Uni-Gebäude (in den Semesterferien fast zu jeder Zeit leerstehend) ausdrücklich zum Lernen und für Gruppenarbeiten offenstehen. Bitte nutzt diese Möglichkeit!

    Auch die AStA-Ebene ist ab sofort immer Mo-Sa von 8-22 Uhr für euch geöffnet.

    Liebe Grüße,
    Euer AStA

    • Ilona schreibt:

      Die Information, wo, welcher Seminarraum, welches Gebäude und bis wann zum Lernen offensteht sollte auch auf der Homepageseite bzw. in der Rubrik “Studium & International” neben dem Link „Vor dem Studium“ und „Im Studium“ auch ein Link zu „Während des Studiums – Lernen und Arbeiten“ eingebaut werden, damit die Lernorte jederzeit und übersichtlich von den StudentInnen gefunden werden.

  11. Schwarck schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    für die zahlreichen Beiträge und Anregungen zu dem Thema danken wir Ihnen. Auch uns ist in der nun endenden Vorlesungszeit aufgefallen, dass der Lärmpegel in der Universitätsbibliothek generell zugenommen hat – nicht nur im Lesesaal auf der Ebene BZ.10.

    In der vorlesungsfreien Zeit werden wir einige Ihrer Anregungen aufgreifen. Insbesondere werden wir die Bereiche der UB, die für Gruppenarbeiten vorgesehen sind, deutlicher kennzeichnen. Ob und wie wir für die Gruppenräume auf BZ.10 ein Buchungssystem einführen, wird derzeit geprüft.

    Eine permanente Aufsicht können wir im Lesesaal nicht ermöglichen, wir sehen es als Aufgabe aller (!) an, in den Räumen der Universitätsbibliothek zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beizutragen. Dazu gehört, sich an die geltenden Spielregeln zu halten und auch, mit der vorhandenen Infrastruktur sorgsam umzugehen.

    Dazu gehört es ebenso, die (Ruhe-) Bedürfnisse der anderen Nutzer zu respektieren.

    Was die Lernraumsituation in der Universität betrifft, so weisen wir auf die in einem früheren Beitrag dargestellten Bemühungen des AStA und des Gebäudemanagements hin.

    Wir hoffen weiterhin, dass der jetzt eingeschlagene Weg zum Erfolg führt und wir, im Sinne aller Beteiligten, auf ein massives Durchsetzen der in allen (!) Räumen der Bibliothek geltenden Benutzungsordnung verzichten können.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Tobias Schwarck, Benutzungsdezernent

  12. Der Kritiker schreibt:

    Sehr geehrter Herr Schwarck,

    ich kann ihre Zurkenntnisnahme, der immer schwieriger werdenden Lernsituation in der Bibliothek nur begrüßen, wobei ich doch anmerken will, dass es ähnlich kritische Stimmen schon von vor mindestens einem Jahr gegeben hatte. Wieso unternimmt die Bibliotheksleitung so wenig, um die Sorgen und Nöte der Studierenden schneller und präziser festzustellen? Wieso besuchen Bibliotheksmitarbeiter nicht mal ab und zu den Lesesaal um sich der ruhigen Lernatmosphäre zu vergewissern?

    Ferner muss ich doch anmerken, dass es gerade die Akustik des neuen Lesesaals ist, die das Arbeiten schwieriger macht. Alles in allem hätte sich UB-Leitung bei der Raumplanung mehr von der Frage leiten lassen können, in welchem Raumdesign man gut lernen kann, als sich auf gewagte Raumkonzepte einzulassen. Ferner wäre eine Reflexion der derzeitigen Bestuhlung des Raumes angebracht.

    Aber bei aller Kritik an den fehlenden Gedanken und Reflexionen, kann man durchaus den Zweifel an der Wirkung der angekündigten Maßnahmen anbringen. Wie eine “deutlichere Kennzeichnung” sich effektiv auf die Lernatmosphäre auswirkt, erschließt sich meiner Person nicht. Ob die vorgebrachte Ansicht,,”alle” haben sich an “die Spielregeln” zu halten, ausreicht, um nörgelige Bibliotheksbesucher zu beschwichtigen oder um für Ruhe zu sorgen, kann ich nur bezweifeln.

    Es ist eben nicht so, dass sich ein paar wenige Leser daneben benehmen. Es ist eben nicht so, als ob alle Leser zurzeit tatenlos zusehen, wenn gegen die “Spielregeln” verstoßen wird. Es ist eben nicht so, dass in dieser Bibliothek von den Mitarbeitern und den Nutzern eine Kultur des respektvollen Lernens und Lesen gepflegt wird.
    Ich selbst wurde bei dem Versuch, gerade eine solche Atmosphäre herzustellen weder von irgendjemandem unterstützt oder respektiert. Und aus diesem Grund, kann ich die hier angekündigten Maßnahmen und Argumentation nicht als auch nur ansatzweise ausreichend bezeichnen.

    Ich hoffe, die Bibliotheksleitung setzt sich ernsthafter mit der Lernsituation dieser Bibliothek auseinander, als es ihre Internetseite den Eindruck macht.

  13. Stella schreibt:

    Trotz der neuen Schilder, hat sich die Situation nicht sonderlich verbessert.
    Es herrscht immer noch Unruhe im neuen Lesesaal. Auch wenn nicht ausreichend Personal zur Verfügung steht, könnten die Mitarbeiter trotzdem mal nach dem Rechten sehen und auf das Einhalten von Regeln hinweisen.
    Im Flur ist es ebenfalls noch sehr laut. Wer sich unterhalten möchte, kann dies auch an zahlreichen anderen Orten in der Uni tun.
    Wer sich nicht an die Regeln hält, sollte meiner Meinung nach einfach rausgeschmissen werden. Früher wurde doch auch auf das Einhalten der Bibliotheksregeln geachtet, warum die Situation in den letzten 1,5 Jahren so eskalieren konnte, ist für mich nicht ersichtlich!!! Ich finde es einfach nur traurig und bin sehr verärgert.

  14. Silke schreibt:

    Viel mehr im Lesesaal stören mich die Platzreservierungen. Man findet kein Platz und andere sind teilweise zwei Stunden nicht da und legen ihre Sachen großzügig aus und blockieren damit ganze Sitzplätze, obwohl keiner dort ist.

  15. Marcel schreibt:

    Ich sitze Grade in der Bibliothek im Lesesaal und kann mich kaum konzentrieren. Um mich herum sitzen Mädchen seit 2 Stunden und anstatt mal ruhig zu lernen reden die wie ein Wasserfall über alles mögliche. Dann kommen hin und wieder mal Leute wo man denkt, dass sie sich seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Die Begrüßung ist laut und küsschen hört man bis zum anderen Ende des Raumes. Ich bin sprachlos wie Rücksichtslos manche doch sind

  16. Nana schreibt:

    Es hat sich praktisch nichts verändert.
    Der Lärm- und Unruhepegel ist nach wie vor nicht lernadäquat.

    Wenn man sich mal bei Mitarbeitern der Bibliothek beschwert, schauen sie zwar kurz vorbei – doch nützt das nichts, weil in dem Moment natürlich alle leise sind – das gleiche Prinzip wie zu Teenagerzeiten in der Schule.

    Das Argument mangelnder Lernräume für Gruppenarbeiten greift hier nicht – die Betreffenden diskutieren nicht über Lernstoff, sondern plaudern und lachen fröhlich über diverse Alltagsthemen. Das kann man auch in der Kneipe, in der Cafeteria etc, auch Gruppenarbeiten sidn dort möglich, darüber hinaus stehen dafür Seminarräume zur Verfügung, gerade in der vorlesungsfreien Zeit.

    Es müsste jedenfalls phasenweise jemand von den Bibliotheksmitarbeitern permanent in dem Lesesaal sitzen und bei Bedarf “hart durchgreifen”. EINZIG das würde etwas nützen. Ansonsten ist dies auch nur der Anfang einer zunehmenden Rücksichtslosigkeit und eines Verfalls der Bibliotheks- und Lernkultur.

    Es kann nicht angehen, dass einzelne Gruppen die Allgemeinheit durch Schaffung von Fakten im Grunde “terrorisieren”.

  17. Felix M. schreibt:

    zu der Anmerkung mit Platzreservierungen kann ich noch einen Tipp geben den ich aus anderen Bibliotheken kenne: Es werden an den Eingängen Parkuhren ausgelegt. Wer seinen Platz verlässt stellt seine Parkuhr auf die Zeit an der er gegangen ist. Der Platz ist dann für 60 Minuten reserviert. Danach darf jeder die Sachen zu Seite schieben und den Platz nutzen. Ob die Methode bei den anderen Bibs so gut funktioniert weiß ich nicht, aber es könnte die Sache vielleicht etwas eindämmen.

    Zu der Lautstärke: Ich muss sagen das ich außerhalb des neuen Lesesaales immer gute Erfahrungen gemacht habe was die Atmosphäre angeht, also es scheint sich aus meiner sicht wirklich eher auf diesen großen Saal zu konzentrieren

  18. Norbert Westhof schreibt:

    Ich lade zu einer gedanklichen Rückreise um einige Jahrzehnte ein. Wir schreiben das Jahr 1980. Köln. Universitätsbibliothek. Großer Lesesaal. Der beschränkte Zugang führt an einem Kontrollschalter vorbei. Strenger Blick der Mitarbeiterin. Nichts mit hineinnehmen! Papier? Ja. Schreibstifte? Ja – auch. Sonst nichts! Hinter der Eingangstür: eine riesige Halle, um eine Ebene nach unten versetzt, sehr hohe Regale, Leitern. Der Raum ist kühl. Einige stehen an den Regalen, andere sitzen. Alles ist ruhig, sehr ruhig. Es spricht niemand. Nachfragen bei Mitarbeitern? In einem anderen, abgeriegelten Bereich – und auch dort bloß im Flüsterton. Ein seltsames Gefühl, ein wenig beunruhigend, aber auch ein großes Gefühl: was man dort an Leseerfahrung machen konnte, kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Dieses ruhige, intensive Lesen! Danach erst die Kommunikation, in einem anderen Bereich, in einem Cafe, in einer Vorhalle oder im Park. Wer den Lesesaal ein zweites Mal betrat, wusste, was er wollte: nichts und niemand würde ihn stören. Ein großes Gefühl – nicht bloß in der Erinnerung.

  19. Claudia schreibt:

    Dass die Lautstärke im neuen Lesesaal eine Zumutung ist, steht außer Frage. Schockierender finde ich die Dreistigkeit, dass mittlerweile ganze Picknickkörbe mit in die Bib geschmuggelt werden. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, mich in einem Kindergarten wiederzufinden anstatt in einer Universität. Kaum wird man nicht mehr beaufsichtigt, drehen alle durch und hängen sämtliche Regeln an den Nagel.

  20. schäfer schreibt:

    scheint mir teilweise eher eine Kneipe zu sein hier sitzen jungs die die ganze Zeit nur Laut sind und selbst auf einen Hinweis wieder damit weitermachen….

    • Sarah schreibt:

      Ein neuer Tiefpunkt in der Uni Bib: Mir sitzen Jungs gegenüber, die GTA spielen!! Ich glaube es geht nicht mehr schlimmer. Ich habe um etwas mehr Ruhe gebeten, aber die Tatsache bleibt trotzdem unfassbar. Warum gehen die Jungs für so etwas nicht in die Mensa/ins Café!??? Ich möchte auch nicht immer die Petze vom Dienst sein,aber wenn sich nicht bald was an der EInstellung der Menschen hier ändert, dann muss man sich wirklich überlegen ob man in die BIB gehen kann.

  21. Christoph schreibt:

    Das neue Semester ist eine Woche alt und an dem Problem hat sich nichts geändert. Offensichtlich ist es den Mitarbeitern der Bibliothek völlig egal, dass nicht nur im neuen Lesesaal, sondern auf allen anderen Ebenen ständig laut geredet wird.
    Das Schild am Eingang bringt überhaupt nichts. Es ist ja nicht so, als wüssten die Leute nicht, dass sie sich in einer Bibliothek befinden und als wäre es nicht offensichtlich, dass der Großteil der Leute hier immer noch hinkommt, um zu lernen.
    Wer keine Lust aufs Lernen hat oder mit Stille generell irgendwie nicht umgehen kann, der muss ja nicht in die Bib gehen.
    Eigentlich ganz einfach, oder?!
    Und jetzt die Frage: Wen muss man hier wie fragen, damit das nervige Gelaber endlich aufhört?

  22. Christin schreibt:

    Ein zentrales System, das anzeigt, welche Seminarräume in der Uni gerade frei sind, wäre super! Aber da machen die Fachbereiche bestimmt nicht mit…

  23. Anja Kubis schreibt:

    Ich lese diesen Beitrag jetzt zum ersten Mal und musste erstaunt feststellen, dass es bereits ein halbes Jahr her ist, dass der Benutzungsdezernent ankündigte, man werde Anregungen bezüglich des Lärmpegels in der Bibliothek aufgreifen. Aber wenn ich zurückdenke, stelle ich nicht die geringste Veränderung gegenüber letztem Jahr fest. Seitdem ich an dieser Uni studiere fühle ich mich von den meisten anderen Bibliotheksnutzern gestört. Viele unterhalten sich am laufenden Band, und das weder im Flüsterton noch über fachliche Themen. Manche hören über ihre Kopfhörer so laut Musik, dass alle Leute im Umkreis von drei Metern mithören können. Immer mehr Leute haben ihr Handy nicht auf lautlos gestellt und lehnen die eingehenden Anrufe nicht ab, sondern nehmen sie an und telefonieren. Und das natürlich nicht leise, denn dann würde der Anrufer ja nichts verstehen. So etwas habe ich in einer Bibliothek noch nie erlebt. Ich kenne es so, dass Handys auf lautlos gestellt sein müssen, dass telefonieren gänzlich verboten und Gespräche nur in einem sehr leisen Flüsterton erlaubt sind. Überall hingen Schilder mit durchgestrichenen Handys oder mit einem Männchen mit dem Finger vor dem Mund. Und wenn mal jemand zu laut war, dann hat er den Hinweis, sich bitte ruhiger zu verhalten, immer respektiert. Der Unterschied: Dabei handelt es sich um eine normale Stadtbibliothek, nicht um eine Universitätsbibliothek. Die Nutzer waren meist erwachsene oder ältere Leute und die jungen Leute haben diese eigentlich immer respektiert.
    Damit bin ich auch schon beim Problem in unserer Unibibliothek: Es fehlt einfach der Respekt. Ein Großteil der Studenten kommt mehr oder weniger frisch vom Gymnasium und ist somit in etwa im gleichen Alter. Ältere Personen, die vielleicht eher respektiert würden, sehe ich in der Bibliothek tagsüber selten. Diese kommen meist erst abends. Die Bitte des Benutzungsdezernents an alle Bibliotheksnutzer, zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beizutragen, mag zwar gut gemeint sein, ist aber absolut nicht hilfreich. Mehr, als die lauten Nutzer um Ruhe und Respekt zu bitten, können wir nicht tun, und wie bereits in anderen Beiträgen zu lesen ist, stößt diese Bitte häufig auf Ignoranz. Bestrafung, z. B. in Form eines Verweises aus der Bibliothek, erfahren die Störenfriede nicht, also wieso sollten sie Rücksicht auf andere nehmen?
    Nun zu den Räumen der Bibliothek: Für den neuen Lesesaal auf Ebene 10 gibt es meiner Meinung nach nur zwei Verwendungsmöglichkeiten: Entweder er ist ein reiner Lesesaal – und das heißt, dass außer in den abgetrennten Räumen auch flüstern gänzlich verboten ist – oder ein reiner Gruppenarbeitssaal. Der Lesesaal hat eine extrem gute Akustik. Dadurch, dass es keine Trennwände oder Bücherregale gibt und dass die Tische so nah beieinander stehen, hört man jedes Wort, auch jedes geflüsterte. Wenn man in Ruhe lernen möchte, stört das ungemein. Da jedoch niemand dauerhaft Aufsicht in diesem Saal führen kann und da zwischenzeitliches Vorbeischauen, um für Ruhe zu sorgen, nicht langfristig effektiv sein wird, macht eine Verwendung als Gruppenarbeitssaal meiner Meinung nach mehr Sinn. Allein kann man die 1m²-Tischchen mit den mehreren Hockern sowieso nicht nutzen, denn dann ist bereits der ganze Tisch blockiert. Die abgetrennten Räume könnten dann von Studenten genutzt werden, die in Ruhe arbeiten möchten.
    Die Fachbibliotheken bieten hervorragende Voraussetzungen für Studenten, die einen ruhigen Platz suchen: Es gibt kaum große Tische, meistens sind kleine Tische zwischen den Bücherregalen versteckt. Wenn man zwischen hohen Regalen sitzt, hört man kaum noch, was im Rest der Fachbibliothek vor sich geht. In diesen Räumen könnte man sich auch gut flüsternd unterhalten, denn die Gespräche schallen nicht so sehr durch den ganzen Raum wie im Lesesaal auf Ebene 10. Von solchen kleinen, versteckten Tischen sollte es – falls möglich – mehr geben.
    Auf Ebene 7 finde ich es immer genauso laut wie auf Ebene 10. An den großen Tischen mit den Steckdosen sitzen oft Lerngruppen und unterhalten sich und auch an den PCs finden häufig Gespräche statt. Noch dazu nutzen viele die Steckdosenplätze dazu, um auf ihrem Tablet oder Laptop Spiele zu spielen oder lustige Videos zu schauen, über die sie lachen müssen. Dass dort einmal ein Bibliotheksmitarbeiter durchgreift, habe ich noch nie erlebt. Dabei würde sich auf Ebene 7 die beste Möglichkeit dazu bieten, denn dort ist immer jemand anwesend. Stattdessen unterhalten sich selbst die Mitarbeiter untereinander in einer Lautstärke, die auch noch viele Meter weiter gehört werden kann. Wieso wird dort nicht für Ruhe gesorgt? Wieso können Gespräche unter Mitarbeitern und Gespräche mit Bibliotheksnutzern an der Info und der Ausleihe nicht im Flüsterton stattfinden? Wenn man die Bibliothek betritt und direkt im Eingangsbereich lauter Gespräche und andere Geräusche wahrnimmt, ist es doch logisch, dass man die Bibliothek nicht als Ort der Ruhe sieht. Ich finde, genau dort sollte zur Lösung des Lautstärkeproblems angesetzt werden. Die Studenten müssen von Anfang an merken, dass die Bibliothek ein stiller Ort ist, an dem alles, was Lärm verursacht, verboten ist. Ansonsten sehen sie die Bibliothek nur als einen Ort mit praktischen Steckdosen und WLAN, an dem man sich mit Kommilitonen treffen kann. Und dazu sind so Orte wie die Cafeteria oder die Kneipe da!